# Offener Brief an den alten und neuen Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft hat im März 2017 beschlossen, Hartmut von Hentig den Trapp-Preis, den dieser 1998 erhalten hatte, abzuerkennen. Bei der Tagung der DGfE in Essen (März 2018) gab es dazu eine Podiums-Diskussion. Der Beschluss wurde nicht geändert. Daraufhin sind zahlreiche Mitglieder ausgetreten, darunter Annemarie von der Groeben und Susanne Thurn. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Hans-Christoph Koller, hat ihre Austritts-Mitteilung wie folgt beantwortet:…

dass Sie wegen der Aberkennung des Trapp-Preises aus der DGfE austreten wollen, nehme ich mit Bedauern zur Kenntnis. Ich kann dazu nur wiederholen, was ich auf dem DGfE-Kongress und in der Mitgliederversammlung in Essen geäußert habe – nämlich die Bitte, zu bedenken, ob eine solche Konsequenz wirklich zwingend ist oder ob es nicht auch denkbar wäre, sich an der im Vorstand unterlegenen Minderheit zu orientieren, die sich dazu durchgerungen hat, den Beschluss, gegen den sie war, mitzutragen, weil es eine sehr schwierige Entscheidung war und auch die andere Seite gute Argumente geltend gemacht hatte. Dazu kommt, dass es zwischen den Gegnern und Befürwortern des Aberkennungsbeschlusses, die sich auf dem Kongress geäußert haben, auch viele Gemeinsamkeiten gibt – nicht zuletzt die Überzeugung, dass die Erziehungswissenschaft und die DGfE sich den Fragen sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten stellen muss, sowohl was die notwendige selbstkritische Forschung als auch was die Konsequenzen für die Ausbildung von Lehrkräften und außerschulischen Pädagog*innen angeht.
Mit dem nachstehenden Brief begründen die beiden Pädagoginnen ihre Entscheidung: Weiterlesen

# Lernen in jeder Lebenslage ist möglich!

Gilt dieser Satz des Nicht-Pädagogen ALFONS KLEINE MÖLLHOFF auch für die erziehungswissenschaftliche Community?
Findet diese Auswege aus den Schützengräben von Anklagen und Verteidigung? Von einem diskussionsfreudigen Ringen um einen verbesserten Kinderschutz kann derzeit nicht gesprochen werden, wenn jeder nicht mainstreamige Beitrag die Gefahr läuft, als täterfreundlich gebrandmarkt zu werden.
KLEINE MÖLLHOFF fasst seine Anfragen und die Antworten des ETHIK-Rates und DGFE-Vorstandes zusammen und macht einen Vorschlag:

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#“Bewusst und ohne Skrupel“

Unter diesem Titel veröffentlichte der Erziehungswissenschaftler BENJAMIN ORTMEYER wenige Tage vor dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften in Essen eine „Polemik“ zur Person Hartmut von Hentigs in der „Jüdischen Allgemeine“.
Anlass für PROF. DR. ULRICH HERRMANN, einen Brief an den Chefredakteur zu schreiben: „Es ist eine der vornehmsten Aufgaben einer Redaktion, ggf. Autoren auch gegen sich selbst in Schutz zu nehmen; Persönlichkeitsrechte Dritter zu wahren; sich zu fragen, warum ein prominenter Mann ‚ohne Skrupel‘ hingerichtet werden soll, in diesem Fall durch einen ‚Polemiker‘, der selber offenbar keine Skrupel kennt. Sie haben Ihr Blatt mit dieser ‚Polemik‘, die nichts anderes ist als eine ‚Hinrichtung‘, einem Journalismus geöffnet, der nicht zu kritischer Meinungsbildung beiträgt, sondern zu Skandalisierung und Tribunalisierung … Und spätestens beim Terminus ‚Herrenmensch‘ hätten in der Redaktion die Warnlampen aufleuchten müssen.“ Weiterlesen

# Was hättest du getan? Für alle, die selbst denken wollen

„Bewusst und ohne Skrupel“ – das von BENJAMIN ORTMEYER in der „Jüdischen Allgemeine“ vom 8.März 2018 komplett aus dem Kontext gerissene Zitat löste u.a. vor zehn Jahren eine Diskussion zwischen Hartmut von Hentig und  Schülerinnen und Schülern im Ethikkurs der Laborschule aus.  Allen, die selbst lesen und denken wollen, sei die folgende Leseprobe empfohlen. Beim Thema „Tod“ lauteten die dringlichsten Fragen  der 15-bis 17jährigen an Hentig: „Du warst im Krieg. Hast du jemanden getötet? Was hast du damals empfunden? Was denkst du heute darüber?“ Ein Auszug aus: „Noch immer Mein Leben“, Seite 59 ff. Der Autor Hentig schreibt: … Weiterlesen

# Um Hartmut von Hentig gerecht zu werden: Versuch einer Besprechung

„Eine Besprechung des dritten Bandes der Lebenserinnerungen Hartmut von Hentigs (im Folgenden: ML III) lag mir nach all der Diskussion und Polemik um diesen Band nicht im Sinn“, … schreibt FRAU PROF. DR. GISELA  MILLER-KIPP: „… Dann aber entschloss sich die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT (DGfE) … in einem Akt nahezu rufschädigenden Verlustes von urteilender Souveränität, HvH den ihm von ihr verliehenen Ernst-Christian-Trapp-Preis abzuerkennen …“ Die Autorin verfasste das folgende Essay, im Dezember 2017 veröffentlicht in der Rubrik „Forum“ der Zeitschrift: „Bildung und Erziehung“ 70 (2017-4), S. 481–490.

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# Welchem Menschenbild, gesellschaftlichen Klima und Erziehungsziel dienen Sie?

… fragt u.a. DOROTHEE FRIEBEL, Diplom-Pädagogin und Pastorin, den Vorstand der DGfE in ihrer Antwort auf dessen erneute Stellungnahme vom 23.Juni 2017: „Wenn Ihnen daran gelegen wäre, ‚der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Forschung zu sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten einen hohen Stellenwert zu geben‘, dann hätten Sie gerade jetzt analysieren und würdigen müssen, inwiefern das Konzept der Laborschule, mit der v. Hentig seine Pädagogik in der Praxis erprobt hat, wie kaum ein anderer Beitrag der Erziehungswissenschaft dabei helfen kann, die strukturellen und institutionellen Bedingungen zu minimieren, die Missbrauch an Schulen und anderen Einrichtungen begünstigen. Hier wäre eine genaue Prüfung der DGfE angezeigt und verdienstvoll gewesen und sie hätte Ihnen einen anderen Ausweg aus Ihrem Entscheidungsdilemma gewiesen. Denn die von H.v.Hentig verantwortete Laborschule ist im Hinblick auf konzeptionelle Prävention beispielgebend bis heute. Das aber ist Ihnen keine Prüfung und Würdigung mehr wert, obwohl Sie potentiellen Missbrauchsopfern damit wirklich helfen könnten…
Zur Beurteilung Ihres Beschlusses zur Aberkennung des Ernst-Trapp-Preises in Bezug auf Transparenz, Genauigkeit und der Einhaltung wissenschaftlicher Standards haben sich andere in ihren Stellungnahmen kritisch geäußert. Ich bin Pastorin und mir geht es um eine andere Dimension: Ich möchte Sie und Ihren Beschluss an dieser Stelle ganz pastoral an der Goldenen Regel Jesu messen, die eine Menschheitsregel ist und die besagt:
Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch‚(Mt.7,12).“ Weiterlesen

# Dem Vorstand der DGfE sei gedankt

„… oder um mit Hartmut von Hentig zu sprechen: ‚Vernunft und Menschlichkeit stellen sich von selbst wieder ein. Gnadenloser Unverstand befördert, ja erzwingt ihren Wiedereinzug.‘ (Noch immer mein Leben, Seite 1143)
Die jetzt im Bereich der Erziehungswissenschaften geführte – und hoffentlich erst im Anlaufen begriffene – Debatte wird durch die ‚von Hentig Entscheidung‘ geradezu befeuert und beendet das lange Schweigen der Vernunft.
Bisher hatten die Eiferer der Anklage die Deutungshoheit weitgehend widerspruchslos erobert. Geschützt von ihrer vorgeblichen Betroffenenbezogenheit, jede Kritik als Verhöhnung derselben verurteilend und sich damit gegen jede Kritik immunisierend, hat der Vorstand nun das Tor zur Möglichkeit einer vernunftorientierten Debatte aufgestoßen. Wenn ich“, so ALFONS KLEINE MÖLLHOFF, “ hier lediglich von einer Möglichkeit spreche, so beziehe ich mich auf die gegenwärtig noch von mir jedenfalls so wahrgenommene Affektgeladenheit der Debattenbeteiligten.
Derzeit bewegt sich die Debatte immer noch näher an den Standards von Hexenprozessen als an den Standards wissenschaftlicher, rechtsstaatlicher und demokratischer Prinzipien. Es ist die Verletzung von Verfahrensstandards, die es (erst) jetzt den klammheimlichen Parteigängern Hartmut von Hentigs ermöglicht, auf der Bühne zu erscheinen.
Das Recht und insbesondere das Strafrecht haben das zivilisatorische Verdienst, zu zunächst unübersichtlichen Sachverhalten Klarheit herzustellen. Dabei wird dem Verfahren, niedergelegt in der Strafprozessordnung, gegenüber dem materiellen Strafrecht, dem Strafgesetzbuch, Vorrang eingeräumt. Wenn folglich Verfahrensbestimmungen und Rechte des Beschuldigten verletzt wurden, kann ein materieller Schuldspruch keinen Bestand haben. In der jetzt anlaufenden Debatte plädiere ich strikt dafür, Verfahrensfragen von Sachfragen zu trennen, zunächst also das Verfahren transparent darzustellen und die damit verbundenen offenen Fragen zu klären.
Der Vorstand der DGfE hat in seiner mir heute zugegangenen „Stellungnahme des DGfE-Vorstands zu den Reaktionen auf den Beschluss, Hartmut von Hentig den Ernst-Christian-Trapp-Preis abzuerkennen“ die Notwendigkeit von Verfahrensstandards anerkannt und meint, diese angemessen angewandt zu haben. Die neuerliche Stellungnahme dokumentiert das Gegenteil.“
Sechs Anmerkungen und ein Vorschlag zum Klärungsprozess
Von ALFONS KLEINE MÖLLHOFF Weiterlesen

# DGfE-Vorstand antwortet erstmals auf Reaktionen auf den Beschluss, Hartmut von Hentig den Ernst-Christian-Trapp-Preis abzuerkennen

„Auf die Entscheidung, Hartmut von Hentig aufgrund seines Umgangs mit den Opfern sexueller Gewalt an der Odenwaldschule den Ernst-Christian-Trapp-Preis abzuerkennen, hat der Vorstand der DGfE zahlreiche Rückmeldungen bekommen. Neben zustimmenden Reaktionen, die den Aberkennungsbeschluss als ‚mutig‘, ‚konsequent‘, ‚richtig‘ oder ‚unvermeidbar‘ bezeichnen, gingen beim Vorstand auch kritische Stellungnahmen ein, die den Beschluss in Frage stellen und dessen Revision fordern. Ohne auf alle Kommentare im Einzelnen eingehen zu können“, schreibt der Vorstand der DGfE zu den Reaktionen und bezieht wie folgt Stellung: Weiterlesen

# Kapuzenmänner sind unterwegs oder Vom fragwürdigen Umgang der Repräsentanten einer deutschen Wissenschaftsgesellschaft mit Hartmut von Hentig

Die neue Ausgabe 54 der Zeitschrift „Erziehungswissenschaft“ (ZfE) versammelt Beiträge zum Thema: „Zur Rolle der Erziehungswissenschaft im Rahmen der Debatte um sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“,  u.a. sind auch Beschluss und Protest im Zusammenhang mit der Aberkennung des Ernst-Trapp-Preises veröffentlicht.
Wer aber erwartet hatte,  Antworten von Seiten des DGfE-Vorstandes auf damit verbundene offene Fragen zu erhalten, sieht sich enttäuscht. Der DGfE-Vorstand, der laut seiner eigenen Stellungnahme vom Januar 2017 doch (längst überfällige, die Red.) selbstkritische Fragen der Verwicklung der Erziehungswissenschaft als Disziplin und der DGfE als wissenschaftlicher Fachgesellschaft in den Kontext sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten bearbeiten will, hüllt sich auch vier Monate später in Schweigen.
Ein energischer Protest und Aufruf zu Transparenz und Aufrichtigkeit von PROFESSOR DR. JÖRG ZIEGENSPECK. Weiterlesen

# Zum Beschluss des Vorstandes der DGfE, Hartmut von Hentig den Ernst-Christian-Trapp-Preis abzuerkennen

… haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Mitglieder der DGfE und Nichtmitglieder – und andere Persönlichkeiten, unter ihnen Schriftsteller und Verleger, eine kritische Stellungnahme verfasst: Wissenschaftlichkeit verlange Genauigkeit, Begründung und Nachvollziehbarkeit der Aussagen; an alledem fehle es in diesem Beschluss: „Wir fordern den Vorstand der DGfE auf, dies nachzuholen und seinen Beschluss zu überprüfen.“ Weiterlesen

# Lesen, zuhören, nachdenken, verstehen, verständigen

„Hartmut von Hentig habe ich meine schönsten Schuljahre an der Laborschule zu verdanken, 5.-10. Klasse (1974-1980). Jetzt bin ich selbst Lehrerin an einer Gesamtschule in Herford und zehre sehr von diesen Erfahrungen und der Erinnerung an ein Schulsystem ohne Strafe mit viel Erfahrungslernen und von der Erinnerung an die Geduld und Empathie dieses Mannes. Wenn dann dieser Mensch, der mir sehr viel bedeutet, öffentlich attackiert wird, dann ist das schwer aushaltbar. Es ist ungerecht!“, schreibt Ira Heistermann.  Weiterlesen

# Immerhin – “Entsorgung” der Diffamierung von Dr. Lutz van Dijk

In einer Presseerklärung des Betroffenenrates vom 21. Juli 2016 wurde Dr. Lutz van Dijk (Kapstadt) diffamiert als “Dulder”, “Unterstützer” und “Leugner” von sexuellem Kindesmissbrauch. In zwei Eingaben an den “Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs” vom 30.9.2016 und 15.11. 2016 protestierte er gegen diese Anschuldigungen und forderte einen Beleg der Behauptungen oder eine Entschuldigung und Rücknahme.

Gleichwohl betonte er mehrfach, wie wichtig es ist, effektiver gegen Strukturen vorzugehen, die sexuellen Missbrauch sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern erst ermöglichen. Er selbst ist engagiert in Projekten zum Kinderschutz vor allem in Südafrika. Auch andere – Kolleginnen und Kollegen, die ihn und seine Arbeit gut kennen – schlossen sich seinem Protest an und schrieben Briefe an den Beauftragten sowie den Betroffenenrat. Niemand erhielt bis heute eine offizielle Antwort.

Durch Zufall erfuhr Dr. van Dijk nun, dass sein Name aus der Presseerklärung vom 21. Juli 2016 gestrichen worden war – eine “offenkundig klammheimliche Entsorgung” – wie ein Kollege schrieb. Vielleicht wird eines Tages doch noch ein fairer, auch internationaler Dialog möglich – fern von personalisierten oder anonymisierten Behauptungen ohne jeden Beleg.

# Fragen (nicht nur) an den Vorstand der DGFE

„Dass die Stimmen der Opfer ihr eigenes Recht auf Gehör und Gewichtung behalten, bleibt eben dadurch (gemeint: das Erscheinen des Hentig-Buches) unbestritten. Aber darf ihren Berichten und Erfahrungen keine andere, ergänzende, möglicherweise korrigierende Darstellung mehr öffentlich gegenübergestellt werden? Sind wir an einem Punkt angekommen, an dem derjenige, der aus der Perspektive des Angeklagten Wichtiges und Notwendiges zu sagen versucht, verstummen muss? Begeht heutzutage jemand einen Tabubruch, der etwas darlegt, das geeignet sein könnte, eine differenziertere Sicht auf Taten und Täter bei Sexualdelikten zu ermöglichen? Muss, wer sich dazu entschließt, solches öffentlich zu tun mit persönlichem und wirtschaftlichem Ruin rechnen?
Das bedeutete das Ende jeder demokratischen und rechtsstaatlichen Kultur. Und es bedeutet –  tragischerweise – eine Wiederholung eines Teiles jenes Unrechts, das Missbrauchsopfer so lange erdulden mussten“, schreibt DOROTHEE FRIEBEL  in ihrem Brief an den Vorstand der DGfE.
Und sie fordert: „Aufgabe der DGfE müsste es sein, sich gerade auf dem exponierten Gebiet der Erziehung und ihrer Wissenschaft für die Wahrung elementarer Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit einzusetzen, die es verbieten, Urteile auf der Grundlage von Vorwürfen, Forderungen und persönlicher Betroffenheit zu fällen.“ Weiterlesen

# Offener Brief an den Vorstand der DGFE

ALFONS KLEINE MÖLLHOFF, u.a. pädagogischer Endverbraucher, Vater, Mitarbeiter eines LJA, Bewährungshelfer und Opfer sexueller Gewalt in der Kindheit, schreibt anlässlich der Aberkennung des 1998 an Hartmut von Hentig verliehenen Ernst-Trapp-Preises einen  OFFENEN BRIEF an den Vorstand der DGFE.  Weiterlesen

# Zur Diskussion um sexuelle Gewalt

… hat der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften eine Stellungnahme veröffentlicht.
In dieser erkennt er Hartmut von Hentig den Ernst-Trapp-Preis ab und informiert über neue Vorhaben. Argumentativ begründet der Vorstand seine mehrheitlich gefasste Entscheidung zur Aberkennung des Preises mit Verweis auf bislang nicht öffentliche interne Diskussionen und mit dem Hinweis auf zwei Fußnoten im Dokument. Darin werden – nachzulesen unter den verschiedenen Rubriken auf diesem Blog – zwei Presse-Rezensionen, eine Stellungnahme, die Vorwürfe auf einer knappen Seite auflistet und „u.a. die Beiträge auf diesem Blog“ aufgeführt.

 

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# Kleine Blütenlese

Wir hatten schon Bonny & Clyde, Cindy & Bert, Rodgers & Hammerstein, Pat Garrett & Billy the Kid, Das doppelte Lottchen, Tausch & Tausch, und nun haben wir: Oelkers & Miller. Wenn Oelkers A sagt, sagt Miller AA. Er gibt immer noch eins drauf. Während bisher die Gleichung lautete „Hentig = Mitwisser = Täterschützer = Opferverhöhner“, heißt nunmehr eine zweite Gleichung “ Blog-Autoren = Hentig-Verteidiger = Täterschützer = Opferverhöhner“. Miller, der chilischarfe Cleaner, der mit der ganzen Mischpoke (gemeint: wir anderen Autorinnen und Autoren des Blogs) aufräumt.
Eine kleine Blütenlese von JÜRGEN ZIMMER aus „Jeder Missbrauch hat Mitwisser“. Weiterlesen

# Kinderrechte und Kindeswohl gewährleisten – übersehene Desiderate?

BERND SENSENSCHMIDT stimmt Alfons Kleine Möllhoff zu, „wenn er mit Hinweis auf die Wehrbeschwerdeordnung der Bundeswehr moniert, dass Millionen von Kindern und Jugendlichen in Schulen – in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft wie in privat-rechtlicher – kein funktionierendes Beschwerde-Management zur Verfügung steht. Kinder und Jugendliche sind damit schlechter gestellt als erwachsene Angehörige einer Institution, für die Befehl und Gehorsam konstitutiv sind … Nach der Kinderrechtskonvention müssten neutrale und mit Verschwiegenheitsgarantie ausgestattete Instanzen geschaffen werden, an die sich Kinder und Jugendliche in allen Notlagen wenden können. Diese gibt es an unseren Schulen für Millionen Schüler/innen bis heute nicht! Und noch immer sind keinerlei politische Aktivitäten erkennbar, sie zu schaffen“, schreibt  Bernd Sensenschmidt. Weiterlesen

# Ein Kätzchen, kein Tiger

Eine nationale Kommission hört erstmals öffentlich Betroffene an. Aber was kann sie bewirken?
„… Was hier passiert, ist, dass den inneren Kindern in den Erwachsenen von heute einmalig eine Chance zur Neuverhandlung der traumatischen Erfahrung ermöglicht wird (indem ihnen zugehört und geglaubt wird). Aber weder wird den Erwachsenen von heute ein langfristiges Hilfsangebot gemacht – noch wird den Kindern geholfen, die jetzt in diesem Moment von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Das ist eine Groteske!“, schreibt ANDREAS HUCKELE  in: „Der Freitag“ vom 26.1.2017.
Was heißt Aufarbeiten, Aufklären, Aufdecken in Deutschland heute? Was tun?

 

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# Hentig antwortet Miller

Auf diesem Forum kommen die verschiedenen, einander wi­dersprechenden, oft polemischen Meinungen zu Wort.  Zum „Angriff“ von Damian Miller auf etliche in diesem Forum veröffentlichte Äußerungen hat einer der namentlich genannten Autoren, Hartmut von Hentig eine Gegendarstellung ge­schrieben. Der Text ist lang und könnte schon da­durch manche Nutzer von der Lektüre abhalten. Um ihnen den Zugang zu erleichtern, haben wir im Folgenden die wichtigsten Argumente und Fragen drastisch gerafft und stellen diese Zusammenfassung Hentigs Text voran.
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# Die Vertäterung des Diskurses

„… durch PROF.DR. DAMIAN MILLER  (im vorangegangenen Beitrag. Die Red.) verdeckt Verantwortlichkeiten, verschiebt diese in einen für ihn bequemen Argumentationsmodus“, entgegnet ALFONS KLEINE MÖLLHOFF. Warum hilft dieser „Argumentationsmodus“ weder gegenwärtigen noch zukünftigen Opfern von sexueller Gewalt? Was ist stattdessen sorgfältig aufzuklären? Weiterlesen

# Jeder Missbrauch hat Mitwisser

„Hartmut von Hentig verteidigt in seiner Biografie einen der Haupttäter im Missbrauchsskandal der Odenwaldschule. Auch auf einer (gemeint: dieser – Die Red.) Webseite wird die Demütigung der Opfer weiter betrieben“, schreibt DAMIAN MILLER  in der FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 2. Dezember 2016. Weiterlesen

# Verurteilt

Gilt die Unschuldsvermutung für jede/n? Wann hört Aufklärung auf und wo fängt Denunziation an? Warum herrscht einerseits oft Schweigen und es irren betretene Blicke, wenn jemand erzählt: Ich bin als Kind missbraucht worden? Warum genügt andererseits oft ein noch unbewiesener Verdacht, um einen Menschen sozial zu töten?
Eine Erzieherin wird beschuldigt, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Der Verdacht erhärtet sich nicht –  in ihr früheres Leben findet die junge Frau dennoch nicht zurück. Ein Beitrag von PETRA PLUWATSCH. Weiterlesen

# Macht, Sexualität und Gewalt

„Wieder und wieder werden wir in den letzten Jahren mit der verdrängten Realität des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt konfrontiert: ob im reformpädagogischen Milieu der Odenwaldschule, dem konservativ-zölibatären Umfeld der katholischen Kirche oder im Kontext der frühen Jahre der Partei der Grünen. In zyklischen Rhythmen gibt es neue Enthüllungen und neue Empörungswellen – und doch scheint die Aufklärung der Strukturen und Bedingungen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen immer noch einen blinden Fleck in der Gesellschaft darzustellen. Welche Tabus behindern bis heute die selbstkritische Analyse der Missbrauchs-Fälle? Welche Selbstgewissheiten müssen in Frage gestellt werden, damit nicht nur die Opfer Gehör finden, sondern auch die Ursachen bearbeitet werden? Welche juristischen oder politischen Konsequenzen für die Präventionsarbeit fehlen bis heute?“, fragt CAROLYN EHMCKE im Gespräch mit ANDREAS HUCKELE. Eine immer noch aktuelle Aufzeichnung aus dem Jahre 2013 in der Berliner Veranstaltungsreihe: streitraum. Weiterlesen