# Zur Diskussion um sexuelle Gewalt

… hat der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften eine Stellungnahme veröffentlicht.
In dieser erkennt er Hartmut von Hentig den Ernst-Trapp-Preis ab und informiert über neue Vorhaben. Argumentativ begründet der Vorstand seine mehrheitlich gefasste Entscheidung zur Aberkennung des Preises mit Verweis auf bislang nicht öffentliche interne Diskussionen und mit dem Hinweis auf zwei Fußnoten im Dokument. Darin werden – nachzulesen unter den verschiedenen Rubriken auf diesem Blog – zwei Presse-Rezensionen, eine Stellungnahme und „u.a. die Beiträge auf diesem Blog“ aufgeführt.

 

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# Kleine Blütenlese

Wir hatten schon Bonny & Clyde, Cindy & Bert, Rodgers & Hammerstein, Pat Garrett & Billy the Kid, Das doppelte Lottchen, Tausch & Tausch, und nun haben wir: Oelkers & Miller. Wenn Oelkers A sagt, sagt Miller AA. Er gibt immer noch eins drauf. Während bisher die Gleichung lautete „Hentig = Mitwisser = Täterschützer = Opferverhöhner“, heißt nunmehr eine zweite Gleichung “ Blog-Autoren = Hentig-Verteidiger = Täterschützer = Opferverhöhner“. Miller, der chilischarfe Cleaner, der mit der ganzen Mischpoke (gemeint: wir anderen Autorinnen und Autoren des Blogs) aufräumt.
Eine kleine Blütenlese von JÜRGEN ZIMMER aus „Jeder Missbrauch hat Mitwisser“. Weiterlesen

# Kinderrechte und Kindeswohl gewährleisten – übersehene Desiderate?

BERND SENSENSCHMIDT stimmt Alfons Kleine Möllhoff zu, „wenn er mit Hinweis auf die Wehrbeschwerdeordnung der Bundeswehr moniert, dass Millionen von Kindern und Jugendlichen in Schulen – in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft wie in privat-rechtlicher – kein funktionierendes Beschwerde-Management zur Verfügung steht. Kinder und Jugendliche sind damit schlechter gestellt als erwachsene Angehörige einer Institution, für die Befehl und Gehorsam konstitutiv sind … Nach der Kinderrechtskonvention müssten neutrale und mit Verschwiegenheitsgarantie ausgestattete Instanzen geschaffen werden, an die sich Kinder und Jugendliche in allen Notlagen wenden können. Diese gibt es an unseren Schulen für Millionen Schüler/innen bis heute nicht! Und noch immer sind keinerlei politische Aktivitäten erkennbar, sie zu schaffen“, schreibt  Bernd Sensenschmidt. Weiterlesen

# Die Vertäterung des Diskurses

„… durch PROF.DR. DAMIAN MILLER  (im vorangegangenen Beitrag. Die Red.) verdeckt Verantwortlichkeiten, verschiebt diese in einen für ihn bequemen Argumentationsmodus“, entgegnet ALFONS KLEINE MÖLLHOFF. Warum hilft dieser „Argumentationsmodus“ weder gegenwärtigen noch zukünftigen Opfern von sexueller Gewalt? Was ist stattdessen sorgfältig aufzuklären? Weiterlesen

# Jeder Missbrauch hat Mitwisser

„Hartmut von Hentig verteidigt in seiner Biografie einen der Haupttäter im Missbrauchsskandal der Odenwaldschule. Auch auf einer (gemeint: dieser – Die Red.) Webseite wird die Demütigung der Opfer weiter betrieben“, schreibt DAMIAN MILLER  in der FRANKFURTER RUNDSCHAU vom 2. Dezember 2016. Weiterlesen

# Der Unabhängige Beauftragte antwortet nicht

Seit der zweiten Beschwerde von LUTZ VAN DIJK vom 30. September 2016 wegen Diffamierung als u. a. „Dulder“, „Unterstützer“ und „Leugner“ von sexuellem Kindesmissbrauch durch eine weit verbreitete Presse-Erklärung des BETROFFENENRATES beim „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ vom 21. Juli 2016, haben sich mehrere Persönlichkeiten – die sowohl Lutz van Dijk als auch seine Arbeit in einem Township Südafrikas kennen, wo er sich seit mehr als 15 Jahren auch gegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Frauen engagiert – an den Beauftragten, Herrn RÖRIG, gewandt. Sie appellieren, diese Diffamierung umgehend zurückzunehmen, da sie einen Schatten auf ein international anerkanntes Projekt wirft. Weiterlesen

# (Keine) Chance für Verständigung?

Für DR. ANNEMARIE VON DER GROEBEN und PROF. DR. SUSANNE THURN  ist „eine übergriffige Pädagogik ein Albtraum, der mit allen Mitteln verhindert werden muss. Aber eine beziehungs- und lieblose Pädagogik ist ebenso ein Albtraum. Wir müssen diese schwierige Balance aushalten und zur Sprache bringen.“ Die Autorinnen „fordern alle, die Hentigs Pädagogik kritisieren oder es für angebracht halten, sie – entgegen ihrer früher vielfach bekundeten Zustimmung – jetzt totzuschweigen, dazu auf, ihre Kritik und ihre eigenen Vorstellungen zu präzisieren … Einem solchen kritischen Diskurs möchten wir uns stellen – mit allen, die dazu bereit sind, nicht pauschal zu verurteilen, sondern nachdenklich und mit dem Bemühen um Verstehen aufeinander zuzugehen.“  Weiterlesen

# Mord ist weniger schlimm?

MARIE SANDER, Erzieherin in Berlin-Kreuzberg schreibt: In einem Kreis von Frauen – die meisten Pädagoginnen und Psychologinnen – treffen wir uns seit Jahren, um über Literatur zu reden. Diesmal sprachen wir über unsere Sommerlektüre. Ich hatte im Sommer den dritten Band der Biografie Hartmut von Hentigs gelesen. Weiterlesen

# Lernchancen statt Denkmalsturz

„Eines der vermutlich am häufigsten wiederholten Hentig-Zitate dürfte die programmatische Formulierung sein: Die Menschen stärken, die Sachen klären. Das ist ein unabschließbares Projekt, eine Zielsetzung, die mit sich wandelnden gesellschaftlichen Herausforderungen immer wieder neu konkretisiert werden und der man sich immer wieder neu annähern muss. Kann man ein solches Konzept heute noch zitieren?“, fragt PROF. DR. MARIANNE HORSTKEMPER. Weiterlesen

# Jenseits von Schwarz-Weiß-Malereien

Aufgrund von Rückmeldungen präzisierte und erweiterte  PROF. DR. HANS BRÜGELMANN seine Stellungnahme vom 25.8.2016.
„Es ist schwierig, sich in der öffentlichen Diskussion zu Hentigs Buch verständlich zu machen, wenn man nicht die Moralkeule gegen den Verfasser schwingt … Die Lektüre von Hentigs Selbsterforschung sollte auch Anlass sein, sich den eigenen Schwächen und Fehlern zu stellen, statt sich nur über die der anderen zu empören.“ Dem Autor ging es beim Lesen von Hentigs drittem Band wie bei den bekannten Kippbildern, in denen man je nach Blickwinkel eine andere Figur erkennt …

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# Hentig an den Pranger?
Notizen aus aufgeregter Umgebung

PROF. EM. DR. JÜRGEN ZIMMER über die Jagdgesellschaft, Spökenkieker und Stellensucher, Keulenschwinger und Konvertiten; über die Einen und die Anderen; über eine Liebe über den Tod hinaus; über Meinungsvielfalt und öffentliche Stellungnahmen, über „Rashomon“ und Nachrichten aus der Zukunft; über die „Neue Sammlung“ und eine Fehlentscheidung; über Mädchen und Missbrauch und eine kleine Blütensammlung.

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# Bitte um öffentliche Aufklärung einer öffentlichen Falschmeldung

LUTZ VAN DIJK an die Unabhängige Aufarbeitungskommission

Sehr geehrte Frau Beck,
Dank für Ihre Antwort im Namen der Aufarbeitungskommission.

Bitte erlauben Sie mir, direkt an Herrn Prof. Keupp zu schreiben, mit dem ich auf Bitte Ihrer Vorsitzenden vor gut einer Woche telefonierte und der vermutlich helfen kann, das offenkundig vorliegende Missverständnis zu klären. Weiterlesen

# Kommission will Beckers Nachlass sichten

„Gerold Becker, der frühere Leiter der Odenwaldschule, soll Schüler missbraucht haben. Eine Kommission, die sich mit der Aufarbeitung des Skandals beschäftigt, möchte seinen Nachlass auswerten und seinen Lebensgefährten befragen“, schreibt PITT VON BEBENBURG in der Frankfurter Rundschau. Weiterlesen

# Ein Wunderwerk

„Das Buch mindert nicht das Leid der Missbrauchten, es erstattet Hentig nicht seine in Verfemung mit Telefonterror und verschmierten Hausfassaden verbrachten Jahre, aber es rückt die Verhältnisse zurecht. Und es gibt einem Mann seine Ehre als sokratischer Denker zurück, der ein Menschenleben dem Dienst am Geist gewidmet hat.“ Eine Buchkritik von MICHAEL FIER. Weiterlesen

# Denkwelten und offene Fragen

„Hartmut von Hentig gibt in diesem Buch Einblick in seine Denkwelten und Entwicklung, analysiert, präsentiert seine eigene Perspektive der Vorgänge an der Odenwaldschule, die Ausgangspunkt weiterer Diskussionen sein können/sind/sollten“, schreibt MARTIN GEISZ in seiner Rezension für die Portale: http://lernarchiv.bildung.hessen.de und www.buchrezensionen-globales-Lernen.eu    Weiterlesen