Leseprobe Kapitel 8

Sharing
Aus Kapitel 8: Mit-Teilungen – wie ich sie dem Freund gerne machen würde

… Seit Jahren antwortet der Freund nicht mehr. Aber ich „rede“ noch zu ihm – was mich selbst verwundert. Weil ich es nicht laut tue, nenne ich den Vorgang lieber „Mit-Teilung“. Der trennende Bindestrich hebt das Teilen hervor. Dabei kann es sich dann auch um ein sharing von Nicht-Verbalem handeln – von Erlebnissen, Wahrnehmungen, Einsichten, Gefühlen. Es ist mir erst nach Gerolds Tod und nur allmählich bewusst geworden, dass ich das mir Wichtige teilen möchte – „teilen“ eben im Sinn von sharing, nicht von deviding oder splitting. Umgekehrt wird mir klar, dass, was sich aufteilen lässt, weniger wichtig ist als 
das, was als Ganzes „gemeinsam genossen“ oder auch „gemeinsam erlitten“ wird oder erprobt oder geplant oder geprüft oder gedacht oder geliebt. Und das möchte ich natürlich nicht mit jedermann, sondern nur mit mir wichtigen Menschen. Der wichtige Partner und die wichtige Mitteilung definieren sich gegenseitig …

Das Buch kaufen

zurück