Leseprobe Kapitel 9

Was ich immer als Erstes hätte sagen sollen
Aus Kapitel 9: „Götterdämmerung im Odenwald“ – Vorgänge und Nachrichten

…. Durch Schaden klug geworden, schicke ich diesem Kapitel die folgenden Sätze voraus:

Sexuelle Handlungen an, mit und vor Kindern sind falsch, auch wenn sie mit deren Einwilligung geschehen. Wer sie vollzieht, begeht ein schweres Unrecht, für das es keine Entschuldigung gibt. Sie werdenabscheulich“, wenn Täuschung, Gewalt und Erniedrigung im Spiel sind. Die Feststellung der Schuld, die Verfolgung und Ahndung der Taten obliegt der öffentlichen Gerichtsbarkeit.

Die kindlichen und jugendlichen Opfer der Straftaten haben mein tiefes Mitgefühl. Keines von ihnen hat seinen Schulleiter „verführt“ – dies habe ich freilich auch nie behauptet.

Es war ein Fehler, dies nicht immer schon als Erstes gesagt zu haben. Ich empfand es als kränkend, dass Journalisten, Kollegen und Zeitgenossen solche Bekenntnisse von mir forderten, dass ihnen also mein lebenslanges Handeln, Reden und Schreiben nicht genügte. Für diesen Stolz habe ich gezahlt. Ich hoffe, dass meine Überzeugungen und mein Verhalten – ihre Bedingung und Begründung – in dem Maße deutlich werden, in dem ich den „Odenwaldschul-Skandal“ aus meiner Sicht darstelle und erhelle (…) Meine Darstellung hält sich so gut, wie sich das machen lässt, an den zeitlichen Ablauf der auf mich treffenden „Nachrichten“ und der ihnen geltenden Kommentare. Beidem stelle ich Gegenäußerungen anderer, Dokumente, eigene Wahrnehmungen gegenüber, womit ich mich in der Regel begnügen kann, um meinen Zweck zu erfüllen.

 

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