# Der Unabhängige Beauftragte antwortet nicht

Seit der zweiten Beschwerde von LUTZ VAN DIJK vom 30. September 2016 wegen Diffamierung als u. a. „Dulder“, „Unterstützer“ und „Leugner“ von sexuellem Kindesmissbrauch durch eine weit verbreitete Presse-Erklärung des BETROFFENENRATES beim „Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ vom 21. Juli 2016, haben sich mehrere Persönlichkeiten – die sowohl Lutz van Dijk als auch seine Arbeit in einem Township Südafrikas kennen, wo er sich seit mehr als 15 Jahren auch gegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Frauen engagiert – an den Beauftragten, Herrn RÖRIG, gewandt. Sie appellieren, diese Diffamierung umgehend zurückzunehmen, da sie einen Schatten auf ein international anerkanntes Projekt wirft.
Am 18. und 19. November 2016 findet in Berlin die erste öffentliche Veranstaltung des Betroffenenrates unter dem Titel „MitSprache“ statt, auf dem auch der Unabhängige Beauftragte, Herr Rörig, sprechen wird. Auch weist das Programm einen Beitrag aus Nicaragua aus. Dr Lutz van Dijk hat gegenüber einem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats angeregt, auch Vertreter_innen aus Südafrika (z.B. von Rape Crisis, Kapstadt) von ihrer Arbeit berichten zu lassen. Er wünscht dem Kongress viel Erfolg und öffentliche Wahrnehmung und hofft, dass in der Zukunft unstimmige Schuldzuweisungen zugunsten von Kooperation überwunden werden können.

Als Beispiele für Stellungnahmen unabhängiger Dritter zu Lutz van Dijk und seiner Arbeit in Südafrika, gesandt an den Unabhängigen Beauftragten, Herrn Rörig, werden im Folgenden ein Brief von Frau Pastorin UTE HEDRICH (Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung in Dortmund) vom 14. Oktober 2016  sowie ein Brief von Frau ANDREA ASCH (Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von NRW, zugleich Kinder- und Familienpolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Eine-Welt-Politik) vom 19.  Oktober 2016 dokumentiert. Auch diese Briefe blieben bis heute unbeantwortet.

 

Brief von Frau Pastorin Ute Hederich vom 14.10.2016

MÖWe
Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung
Pfr‘ in Ute Hedrich
Fachstelle Ökumenische Frauenarbeit, Ökumenische Spiritualität, Gesundheit
Olpe 35
44135 Dortmund
Email: ute.hedrich@moewe-westfalen.de
Tel.: +49 231 5409 74
Fax: + 49 231 5409 21
Cell: + 49 177 5904560
www.moewe-westfalen.de

 

Unabhängiger Beauftragter für Fragen
des sexuellen Kindesmissbrauchs
Postfach 110129
10831 Berlin
Fax: (030)18555-4 1555

Betr.: Hinweis auf Dr. Lutz van Dijk in Stellungnahme des Betroffenenrats zu Hartmut von Hentigs Buch „Noch immer Mein Leben“ vom 21.07.2016

14.10.2016

Sehr geehrter Herr Rörig,
mit Dr. Lutz van Dijk verbindet uns als Amt in der Ev. Kirche von Westfalen eine seit Jahren bestehende persönliche Beziehung und praktische Projektunterstützung. In mehreren Besuchen haben wir uns überzeugen können, welche wichtige und gute Arbeit in HOKISA geleistet wird, wie Kinder und Jugendliche, für die keine Unterbringung mehr in den eigenen Groß-familien gefunden werden kann, bei HOKISA ein sicheres und unterstützendes zu Hause gefunden haben. Die ersten Kinder bzw. Jugendlichen, die längst HOKISA verlassen haben, stehen nach wie vor in guten Kontakt zum Projekt und einige sind durch die Arbeit des Schriftstellers Lutz van Dijk so motiviert, dass sie selbst über ihr Leben schrieben (z.B. der junge Mbu Maloni: „Niemand wird mich töten”, auch in Deutsch: Peter Hammer Verlag 2011).
Ich bitte Sie dringend, den haltlosen Vorwurf gegen Lutz van Dijk von Ihrer Webseite im Rahmen der Presseerklärung Ihres Betroffenenrates zu entfernen – ein Aufruf zum kritischen und die Opfer unterstützenden Diskurs zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch ist in keiner Weise eine Unterstützung dessen. Lutz van Dijk hat sich, so lange ich ihn kenne, immer wieder auch gegen sexuellen Missbrauch in Südafrika engagiert.
Es wäre gut, wenn dies auch von Ihnen und Ihrem Betroffenenrat zur Kenntnis genommen werden würde. Anliegen des Regierungsbeauftragten für Fragen sexuellen Missbrauchs sollte sein, überall Unterstützung von Kindern und Jugendlichen – wie im HOKISA Projekt, die mit HIV leben oder davon betroffen sind, oft durch sexuellen Missbrauch – zu fördern und nicht durch eine einseitig verfälschende Meldung zu gefährden.
Ich vertraue darauf, dass Sie mir in dieser dringenden Angelegenheit bald antworten werden.

Mit Gruß,

Ute Hedrich

 

Brief von Frau Andrea Asch, Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von NRW, zugleich Kinder- und Familienpolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Eine-Welt-Politik vom 19.10.2016

Landtag Nordrhein-Westfalen
Andrea Asch MdL
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
40221 Düsseldorf
Telefon (0211) 884 – 2772
Fax (0211) 884 – 3505
Email: andrea.asch@landtag.nrw.de
www.andrea-asch.de

 

An den Beauftragten für Fragen
des sexuellen Kindermissbrauchs
Johannes-Wilhelm Rörig
Glinkastraße 24
10117 Berlin
Platz des Landtags 1
19. Oktober 2016
Sehr geehrter Herr Rörig,

Dr. Lutz van Dijk kenne ich seit vielen Jahren. Bereits zwei Mal reiste ich mit einer kirchlichen Delegation unter Beteiligung der Landesregierung NRW nach Südafrika, um seine Arbeit, als auch die von ihm mitgegründeten Hilfsorganisation HOKISA, kennenzulernen.
Van Dijk´s Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien, die mit AIDS infiziert sind, ist herausragend und unverzichtbar für die Region. Auch die Landesregierung NRW hat in den Townships, in denen Herr van Dijk arbeitet, bereits Hilfestellung geleistet, als dort vor einigen Jahren ganze Stadtquartiere durch ein Feuer verwüstet wurden.
Selbst wenn sich Lutz von Dijk in Ihren Augen nicht ausreichend kritisch zur Person von Herrn Hentig positioniert, ist es in keiner Weise angemessen seine wichtige Arbeit in Südafrika auf diese Art und Weise zu diskreditieren.
Es kann nicht Aufgabe des Beauftragten für Fragen sexuellen Missbrauchs sein, die Hilfeleistung für hunderte von AIDS betroffener Kinder und Familien in Gefahr zu bringen.
Abschließend bitte ich Sie darum, auf die Stellungnahmen von Dritten in dieser Sache zu reagieren. Da die Mitteilung auf Ihrem eigenen Briefkopf verschickt wurde, tragen Sie die Verantwortung für die Pressemitteilung vom 21.7.16. des Betroffenenrates.
In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Andrea Asch MdL

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