# Kapuzenmänner sind unterwegs oder Vom fragwürdigen Umgang der Repräsentanten einer deutschen Wissenschaftsgesellschaft mit Hartmut von Hentig

Die neue Ausgabe 54 der Zeitschrift „Erziehungswissenschaft“ (ZfE) versammelt Beiträge zum Thema: „Zur Rolle der Erziehungswissenschaft im Rahmen der Debatte um sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“,  u.a. sind auch Beschluss und Protest im Zusammenhang mit der Aberkennung des Ernst-Trapp-Preises veröffentlicht.
Wer aber erwartet hatte,  Antworten von Seiten des DGfE-Vorstandes auf damit verbundene offene Fragen zu erhalten, sieht sich enttäuscht. Der DGfE-Vorstand, der laut seiner eigenen Stellungnahme vom Januar 2017 doch (längst überfällige, die Red.) selbstkritische Fragen der Verwicklung der Erziehungswissenschaft als Disziplin und der DGfE als wissenschaftlicher Fachgesellschaft in den Kontext sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten bearbeiten will, hüllt sich auch vier Monate später in Schweigen.
Ein energischer Protest und Aufruf zu Transparenz und Aufrichtigkeit von PROFESSOR DR. JÖRG ZIEGENSPECK. Weiterlesen

# Kleine Blütenlese

Wir hatten schon Bonny & Clyde, Cindy & Bert, Rodgers & Hammerstein, Pat Garrett & Billy the Kid, Das doppelte Lottchen, Tausch & Tausch, und nun haben wir: Oelkers & Miller. Wenn Oelkers A sagt, sagt Miller AA. Er gibt immer noch eins drauf. Während bisher die Gleichung lautete „Hentig = Mitwisser = Täterschützer = Opferverhöhner“, heißt nunmehr eine zweite Gleichung “ Blog-Autoren = Hentig-Verteidiger = Täterschützer = Opferverhöhner“. Miller, der chilischarfe Cleaner, der mit der ganzen Mischpoke (gemeint: wir anderen Autorinnen und Autoren des Blogs) aufräumt.
Eine kleine Blütenlese von JÜRGEN ZIMMER aus „Jeder Missbrauch hat Mitwisser“. Weiterlesen

# Macht, Sexualität und Gewalt

„Wieder und wieder werden wir in den letzten Jahren mit der verdrängten Realität des sexuellen Missbrauchs und der Gewalt konfrontiert: ob im reformpädagogischen Milieu der Odenwaldschule, dem konservativ-zölibatären Umfeld der katholischen Kirche oder im Kontext der frühen Jahre der Partei der Grünen. In zyklischen Rhythmen gibt es neue Enthüllungen und neue Empörungswellen – und doch scheint die Aufklärung der Strukturen und Bedingungen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen immer noch einen blinden Fleck in der Gesellschaft darzustellen. Welche Tabus behindern bis heute die selbstkritische Analyse der Missbrauchs-Fälle? Welche Selbstgewissheiten müssen in Frage gestellt werden, damit nicht nur die Opfer Gehör finden, sondern auch die Ursachen bearbeitet werden? Welche juristischen oder politischen Konsequenzen für die Präventionsarbeit fehlen bis heute?“, fragt CAROLYN EHMCKE im Gespräch mit ANDREAS HUCKELE. Eine immer noch aktuelle Aufzeichnung aus dem Jahre 2013 in der Berliner Veranstaltungsreihe: streitraum. Weiterlesen

# (Keine) Chance für Verständigung?

Für DR. ANNEMARIE VON DER GROEBEN und PROF. DR. SUSANNE THURN  ist „eine übergriffige Pädagogik ein Albtraum, der mit allen Mitteln verhindert werden muss. Aber eine beziehungs- und lieblose Pädagogik ist ebenso ein Albtraum. Wir müssen diese schwierige Balance aushalten und zur Sprache bringen.“ Die Autorinnen „fordern alle, die Hentigs Pädagogik kritisieren oder es für angebracht halten, sie – entgegen ihrer früher vielfach bekundeten Zustimmung – jetzt totzuschweigen, dazu auf, ihre Kritik und ihre eigenen Vorstellungen zu präzisieren … Einem solchen kritischen Diskurs möchten wir uns stellen – mit allen, die dazu bereit sind, nicht pauschal zu verurteilen, sondern nachdenklich und mit dem Bemühen um Verstehen aufeinander zuzugehen.“  Weiterlesen